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PRO ELBE AN KANZLER SCHRÖDER: PERLEN DES OSTENS NICHT VERSPIELEN!

Magdeburg, den 10.3.2002

Presseinformation

Bundeskanzler Gerhard Schröder wird heute in Magdeburg anlässlich des SPD-0stparteitages aufgefordert, die Perlen des Ostens nicht zu verspielen und sich für den Stopp des weiteren Verbaus der Elbe und Saale einzusetzen.

"Die ostdeutschen Flusslandschaften sind europäisches Naturerbe und ein Welterbe der Menschheit. Allein das Dessau-Wörlitzer Gartenreich zieht jährlich 800 000 Besucher an und sichert vielen Menschen Arbeitsplätze.
Es ist von der Bundesregierung unverantwortlich, die Elbe weiterhin mit über 100 Mio. Euro nach Plänen und Baugenehmigungen aus den 30er Jahren zu verbauen. Es erfolgt weder eine Prüfung auf Umweltverträglichkeit noch eine Prüfung auf Wirtschaftlichkeit, " warnt Dr. Angela Stephan, Sprecherin der Bürgerinitiative Pro Elbe Magdeburg.

"Die SPD sollte endlich handeln und auf Innovation setzen", so Dr. Harald Kegler, Sprecher der Bürgerinitiative pro Elbe Wittenberg. "Das Verkippen von jährlich 100 000 Tonnen Schottersteinen raubt den Menschen einen Schatz, der unwiederbringlich ist. Den Fluss einzuengen ist das Konzept des 19. Jahrhunderts. Im 21. Jahrhundert brauchen wir intelligentere Lösungen!", so Kegler weiter.

Das Netzwerk Flusslandschaften - es vereint 10 Bürgerinitiativen zwischen Elbe und Oder - tagte gestern im Magdeburger Dom. Es wurden weitere Aktionen vereinbart, um Politik und Öffentlichkeit auf die schleichende Zerstörung der Flüsse aufmerksam zu machen.

Rückfragen:

Dr. Angela Stephan 0173 8713290
Dr. Harald Kegler 0178 5421812