VOLKSRADELN GEGEN DEN HAVEL- UND ELBEAUSBAU
Domprediger Quast: "Natur nicht ohne Not opfern"
Das 9. und erstmals zweitägige Volksradeln gegen den Flussausbau ging am gestrigen
Sonntag Abend in Magdeburg zu Ende. Es führte von Berlin/Wannsee über Potsdam,
Brandenburg, Genthin und Burg bis zum Magdeburger Domfelsen.
Insgesamt waren über 100 Flussschützer an dieser Aktion beteiligt, die traditionell
von der Grünen Liga und dem Aktionsbündnis gegen den Havelausbau organisiert wird.
Zum ersten Mal führte die Route von der Havel bis zur Elbe.
Das Ziel ist eine weitere Vernetzung der Aktivitäten zum Schutz der ostdeutschen
Flusslandschaften vor einem weiteren Verbau nach westlichem Vorbild, so Michael
Bender von der Grünen Liga.
Während die Elbe für das 1.000-Tonnen-Schiff vertieft werden soll, wird an der
Havel, die für das 1.000-Tonnen-Schiff bereits befahrbar ist, der Ausbau für das
2.000-Tonnen-Schiff ("Großes Rheinschiff") zwischen Brandenburg und Berlin in
Angriff genommen, erklärte Winfried Lücking vom BUND Berlin.
Am Domfelsen hielt der Domprediger Giselher Quast eine Andacht ab, in der er
deutlich machte, dass am Domfelsen über die Zukunft der Elbe und unserer Flüsse
überhaupt entschieden werde:
"Der Domfelsen stützt nicht nur den Wasserspiegel der Elbe, sondern auch unseren
Anspruch, nicht ohne Not die Natur der menschlichen Willkür zu opfern."
Eine der nächsten Netzwerk-Aktionen ist das 10. Internationale Elbe-Saale-Camp, das
vom 3. - 10. August 2002 bei Barby/Elbe stattfinden wird
(oezim.gl.aser.de/page/Initiativen/ELSA ).